Die verschiedenen Masseinheiten beim Holzhandel

Der Raummeter oder Ster

Der Holzanteil im Inhalt eines Raummeters bez. Ster ist von der Stückgröße und -form, sowie der Sorgfalt beim Aufsetzen abhängig und kann somit schwanken. Gewöhnlich entspricht 1 Raummeter ca. 0,7 Festmeter. Dabei handelt es sich um einen Stapel aus gespaltenen oder ungespaltenen Holzstücken mit einer Länge von 1 m. Wird Brennholz direkt im Wald aufgearbeitet (z. B. Klein-Selbstwerbung), wird das Holz auf einen Meter abgelängt und gestapelt (Stapelhöhe mit Übermaß 1,10 m), damit der Förster oder Waldbesitzer dann genau die Holzmenge abmessen kann. Auf Kaminofenlänge gesägt wird es nach dem Aufmaß. Für Kaminholz hat sich heute eine Schnittlänge von 33 cm oder 25 cm eingebürgert.

Früher wurde auch das Klafter als Raummaß für Schichtholz genutzt. Je nach Region entsprechen 3 oder 4 Raummeter einem Klafter.

Schüttraummeter

Im Handel und Transport ist eine ordentliche Schichtung häufig unwirtschaftlich, z. B. für gespaltenes Kaminholz oder Hackschnitzel. Das entsprechende Gut wird dann einfach geschüttet, was deutlich mehr Luft in einem Raummeter Holz lässt als bei ordentlicher Schichtung. Man spricht dann vom Schüttraummeter oder Schüttmeter.

Der Schüttraummeter ist kein amtliches Maß, je nach Dichte der Schüttung ist die Menge unterschiedlich.

Schichtholz

Als Schichtholz wird in der Forstwirtschaft Rohholz bezeichnet, welches nicht einzelstammweise vermessen, sondern nach Raummetern verkauft wird. Dazu wird es meist in Längen von 1 oder 2, seltener auch 3 Metern geschnitten und schichtweise in sogenannten Stößen aufgerichtet. Diese Holzstöße erhalten beim Aufsetzen ein Höhenübermaß von mindestens 3 %. [1]

Der Vorteil beim Verkauf als Schichtholz liegt darin, dass nicht jeder Stamm einzeln vermessen werden muss. Hierdurch können die Holzerntekosten gesenkt werden. In der Regel handelt es sich beim Schichtholz um minderwertige Sortimente wie Industrieholz oder Brennholz.